Neues Gesetz zur Maklerprovision 


Kurz vor Weihnachten 2020 trat ein neues Gesetz in Kraft, das die Verteilung der Maklercourtage beim Immobilienkauf regelt: beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung den Makler, muss er dann mindestens die Hälfte der Courtage tragen.

Ab 23.12.2020 gelten bei vielen Immobilienverkäufen neue Regeln für die Maklerprovision. Das ergibt sich aus dem „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, das Bundestag und Bundesrat beschlossen haben. Durch das neue Gesetz werden die Vorschriften im BGB zur Maklerprovision neu gefasst.

Am 23.6.2020 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt ein halbes Jahr später in Kraft. Das Gesetz gilt für Maklerverträge, die ab dem Inkrafttreten geschlossen werden. Der Übergangszeitraum soll Maklern Gelegenheit geben, ihre Geschäftspraktiken an die neue Rechtslage anzupassen.

Hier die wichtigsten Gesetze dazu:

§ 656a BGB Textform

Ein Maklervertrag, der den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Kaufvertrags über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus oder die Vermittlung eines solchen Vertrags zum Gegenstand hat, bedarf der Textform.


§ 656d BGB Vereinbarungen über die Maklerkosten

(1) Hat nur eine Partei des Kaufvertrags über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus einen Maklervertrag abgeschlossen, ist eine Vereinbarung, die die andere Partei zur Zahlung oder Erstattung von Maklerlohn verpflichtet, nur wirksam, wenn die Partei, die den Maklervertrag abgeschlossen hat, zur Zahlung des Maklerlohns mindestens in gleicher Höhe verpflichtet bleibt. Der Anspruch gegen die andere Partei wird erst fällig, wenn die Partei, die den Maklervertrag abgeschlossen hat, ihrer Verpflichtung zur Zahlung des Maklerlohns nachgekommen ist und sie oder der Makler einen Nachweis hierüber erbringt.


Was bedeutet das nun für Ihren Hausverkauf/Hauskauf?


(1) Klassisch wird nun die vereinbarte Provision häftig geteilt. Das hat für beide Parteien Vorteile: der Makler arbeitet nicht nur für den

Verkäufer, sondern bemüht sich ebenfalls, die Interessen des Käufers in die Verhandlungen mit einzubringen. 

(2) Nach wie vor kann auf Wunsch eine Immobilie "proivionsfrei" auf dem Markt angeboten werden; es wird dann eine sogenannte

Innenprovision vereinbart. Das heisst: der Verkäufer ist vertraglich der Auftragnehmer des Maklers, der Käufer ist in diesem Fall

Auftraggeber - dadurch, dass er den gesamten Kaufpreis (inkl. der Innenprovision) bezahlt, bezahlt er als Auftraggeber indirekt

auch den Makler..., sieht nur nicht offen, dass in dem Kaufpreis auch die Provision inkludiert ist. 







 
 
 
 
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